Main-Radweg von Aschaffenburg nach Frankfurt

Durch den schönen Schlossgarten über der mittelalterlichen Stadtmauer, den ich gestern noch bei herrlichem Sonnenschein bewundern durfte, fahre ich im Regen. Erst spät bin ich von meinem Hotel los, um das Wetter zu beobachten, aber die Wolken hängen noch tiefer als gestern und ich muss doch im Regen losfahren

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Richtig trist wirkt alles und sogar der Storch auf der Wiese schaut grimmig bei dem Regen

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Plötzlich sehe ich einen schönen Turm und mich würde es nicht wundern, wenn Rapunzel ihr langes Haar herunterlassen würde. Der Pulverturm in Seligenstadt gehört zu den ältesten Bauwerken der Stadt. 1463 als Teil der Stadtbefestigung während der Mainzer Kurfehde erbaut, diente er bis in das 16. Jahrhundert als Lager für Schießpulver und später auch als Gefängnis

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Direkt an der Anlegestelle der Mainfähre sehe ich die Basilika vom Kloster Seligenstadt. Die ehemalige Benediktinerabtei Seligenstadt ist eine der wenigen nahezu komplett erhaltenen Klosteranlagen in Hessen. Fast tausend Jahre, vom 9. bis ins 19. Jahrhundert,  lebten und arbeiteten Mönche hinter den Klostermauern nach den Regeln des heiligen Benedikt, bis das Kloster 1803 aufgelöst wurde. Ein bisschen erinnert mich das Aussehen der Basilika an die Uspenski-Kathedrale in Helsinki

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Seligenstadt, eine sehr sehenswerte 20.000 Einwohner-Stadt, liegt idyllisch am linken Mainufer und hat eine Fülle an Fachwerkhäusern und anderen historischen Gebäuden zu bieten. Der Marktplatz umgeben von historischen Fachwerkhäusern lädt ein zum Verweilen und bei dem Regen setze ich mich nass wie ich bin unter eine bedachte Terrasse eines Kaffees. Von einem niederländischen Ehepaar erfahre ich viel über die Pandemiebewältigung ihres Landes und nach einer Stunde hat es zum Glück endlich aufgehört zu regnen

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Die Altstadt von Steinheim mit dem mittelalterlichen Schloss und Heimatmuseum zeigt eine fachwerkbunte, märchenhafte Seite Hanaus. Die Brüder Grimm waren mit ihren Märchensammlungen bestimmt auch hier aktiv

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Auf der anderen Seite des Mains sehe ich Schloss Philippsruhe, ein herrliches Landschloss im Barockstil mit historischem Museum und umgeben von einem weitläufigen Park mit Orangerie, Skulpturenpark und überdachten Amphitheater. Zu spät merke ich, dass es keine Möglichkeit gibt auf die andere Seite zu kommen. Ein Grund mehr nochmals in diese Gegend zu kommen

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„Ufer Kunst“ begegne ich nach wenigen Kilometern und die schönen Skulpturen passen perfekt in diese Landschaft am Main

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Wo der Main seinen schönsten Bogen macht, liegt Offenbach. Eine Stadt voller Spannung und auf dem Sprung. Mit dem neuen urbanen Quartier im Hafen ist Offenbach am Main ein attraktiver Wohn- und Urlaubsort mit hohem Freizeitwert. Neben architektonischen Highlights wie dem Isenburger und dem Rumpenheimer Schloss lockt im Stadtzentrum eine fast mediterrane Leichtigkeit

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Streetart und Urban Gardening treffen hier zusammen

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Weiter geht es auf meiner Radtour in Richtung Frankfurt, das sind aber nur wenige Kilometer, da Offenbach und Frankfurt direkt aneinander grenzen. Der Radweg führt am Main entlang und ich sehe die imposante Skyline von Frankfurt. Frankfurt ist mit 690.000 Einwohnern die größte Stadt in Hessen. Durch seinen Flughafen, einer der größten weltweit, dem großen Hauptbahnhof und dem Autobahnkreuz ist Frankfurt ein europäischer Verkehrsknotenpunkt. Frankfurt ist aber auch ein internationales Finanzzentrum, hier ist der Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank sowie der Frankfurter Wertpapierbörse. In den vielen Wolkenkratzern der Frankfurter Skyline haben zudem noch einige Banken ihren Hauptsitz

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Langsam radel ich auf die Eiserne Brücke zu und überlege, ob ich in die Altstadt mit ihren  Sehenswürdigkeiten abbiegen soll, aber das Licht ist heute nicht so besonders zum Fotografieren. Frankfurt habe ich 2019 schon besucht und einen Spaziergang durch die Altstadt gemacht

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Insgesamt bin ich fast 60 km auf dem Main-Radweg nach Frankfurt geradelt und ein bisschen werde ich wehmütig, denn morgen werde ich die letzte Etappe nach Mainz auf dem Radweg fahren. Den Blick auf den Main habe ich jeden Tag auch bei Regen geliebt und ein wenig werde ich den Main vermissen

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18 Gedanken zu “Main-Radweg von Aschaffenburg nach Frankfurt

  1. Wenn ich deine Radtouren am Main so verfolge, dann hast du da eine ganz schöne Strecke gemacht. Aber trotz Regen herrliche Bilder. Ich weiß, von zuhaus aus sieht bei Regen alles etwas entspannter aus als wenn man mit der bike unterwegs ist. Eine schöner Reisebericht, den ich bei Bedarf gerne nochmals nachlesen. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende. Wolfgang

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  2. Bei Regen unterwegs zu sein macht keinen Spaß. Wir mussten auch schon an manchen Tagen bei heftigem Regen wandern. Nicht immer geht unterstellen oder mit Taxi usw. seinen Zielort zu erreichen. Trotzdem hast du schöne Bilder mitgebracht. Danke dafür.
    Liebe Grüße
    Harald

    Gefällt 1 Person

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