Main-Radweg von Schweinfurt nach Ochsenfurt

„… und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen“ (Astrid Lindgren)

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Entspannt radel ich am Main entlang und genieße die Atmosphäre der Ruhe. Der Main-Radweg führt mich heute an schöne Städte vorbei wie Volkach, Sommerach, Kitzingen, Marktbreit und Ochsenfurt. Ganz besonders freue ich mich auf meine Übernachtung in Ochsenfurt

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Von Schweinfurt starte ich meine Tour und kurz halte ich am Marktplatz, um wenigstens ein Foto zu machen. Schweinfurt hat mir leider von allen Städten der Tour am wenigsten gefallen

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Am Main entlang geht es weiter nach Grafenrheinfeld am Kernkraftwerk vorbei

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Bei Wipfeld sollte die Fähre mich auf die andere Seite bringen, aber das Schiff war an Land und wurde repariert

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Dafür entdeckte ich ein paar Kilometer weiter ein schönes Feld mit großen Mohnblumen. Mit einem Ehepaar fuhr ich fast im gleichen Tempo und bei jeder Pause grüßten wir uns schon lachend

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Die nächste Fähre entdeckte ich in Obereisenheim und für einen Euro fahre ich mit auf die andere Seite des Mains

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Kurz vor Volkach komme ich an der Wallfahrtskirche „Maria im Weingarten“ vorbei. Die spätgotische Kirche liegt mitten in den Weinbergen und beherbergt die schwebende Riemenschneider-Madonna

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Endlich erreiche ich Volkach und suche ein schönes Café. In Schweinfurt hatte ich das Hotel ohne Frühstück gebucht und deshalb war mein Hunger jetzt groß

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Im Hotel und Café Turmdieb entdeckte ich ein reichhaltiges, leckeres Frühstücksbuffet und ein schönes Plätzchen draußen. Gemütlich genieße ich diese Pause und beobachte das bunte Treiben der Stadt bei herrlichem Wetter

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Volkach liegt am Scheitelpunkt der Mainschleife und hat eine schöne Innenstadt. Die historische Altstadt ist vollständig mit einer Stadtmauer umgeben und hat zwei Stadttore. Neben einigen Fachwerkhäusern sind vor allem das Renaissance-Rathaus und der Marktplatz mit dem Marien-Brunnen sehenswert

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Nach meinem sehr guten Frühstück kürze ich ein Stück den Main-Radweg und fahre direkt nach Sommerach. Inzwischen läuft der Radweg beinahe immer direkt am Main entlang und ist sehr angenehm zu fahren. Allgemein ist der Main-Radweg sehr gut ausgebaut und führt beinahe ausschließlich auf asphaltierten Wegen entlang

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Ein Stück nach Sommerach überquert der Radweg wieder den Main-Kanal und führt über Dettelbach nach Kitzingen

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Dort überquere ich den Main über die „alte Mainbrücke“, eine mittelalterliche Steinbrücke ohne Autoverkehr, die mich mit ihren Bögen und Ausbuchtungen an die Pont Neuf in Paris erinnert

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Kitzingen liegt im Maindreieck, am Rande des Steigerwaldes und ist eine große Kreisstadt in Unterfranken. Wunderschön sieht die Altstadt von der anderen Seite aus

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Nach einer guten Pause geht es für mich weiter zum idyllischen Ort Marktsteft und dort entdecke ich einen schönen Badestrand am Main. Bei dieser Hitze tut die Erfrischung richtig gut

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Marktsteft war früher eine Hafenstadt und die historische Hafenanlage dort ist die älteste in ihrer ursprünglichen Form erhaltene Bayerns

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Der Radweg führt weiter über Marktbreit, eine der malerischsten Städte Unterfrankens. Neben vielen Fachwerkhäusern gibt es etliche historische Gebäude, Kirchen und Türme zu bewundern und besonders fotogen finde ich das Malerwinkelhaus

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Die letzten 10 km bis Ochsenfurt schalte ich mein Turbo ein und schnell bin ich in dem schönen Ort. Insgesamt bin ich 71 km von Schweinfurt nach Ochsenfurt geradelt

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Schnell fand ich das urige Gästehaus aus dem 16. Jahrhundert in der Altstadt, das liebevoll von den Eigentümern renoviert wurde. Ich freue mich auf meine Übernachtung in dem umgebauten Ziegenstall und da wusste ich noch nicht, dass dies meine schönste, gemütlichste Unterkunft der ganzen Tour sein würde

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Die freundliche Eigentümerin empfängt mich in dem zauberhaften Innenhof und zeigt mir den Raum für mein Fahrrad, in dem ich auch gleich den Akku aufladen kann. Mit ungefähr 11000 Einwohnern zählt Ochsenfurt zu den größeren Städten Unterfrankens. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten bietet die schöne Altstadt mit dem Taubenturm, das alte Rathaus mit Pranger, der Kastenhof, ein paar Kirchen und Kapellen sowie die Stadtbefestigung mit zahlreichen Türmen. Ich entscheide mich im Bären essen zu gehen und bei einem Gläschen Wein zum Schluss erblicke ich auf dem Marktplatz den Nachtwächter von Ochsenfurt

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Zum Glück ist noch ein Platz frei, sodass ich die Nachtwächtertour mitmachen kann. Der Nachtwächter „Kuffenmüllers Heiner“ erzählt und singt Geschichten von der historischen Stadt mit Charme und Flair. Bei dem gemütlichen Rundgang bis in die späten Abendstunden entdecke ich viele schöne Ecken und mit den Eindrücken des Tages, schlafe ich sehr gut in meinem Ziegenstall ein

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24 Gedanken zu “Main-Radweg von Schweinfurt nach Ochsenfurt

  1. Als Liebhaberin von Frankenweinen wäre ich mit Sicherheit nicht weiter als Volkach bzw. Sommerach gekommen. 😉 Ein Volkacher Kirchberg, Silvaner, trocken ausgebaute Spätlese war vor einigen Jahren der beste Wein, den ich in meinem Leben getrunken habe – und ich habe mir im Laufe meines Lebens viele feine Tröpfchen durch die Kehle rieseln lassen. 😉
    Liebe Grüße!

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  2. Ein Fruehstuecksbuffet mit frischen Broetchen: ich werde NEIDISCH! Auch wenn es hier manchmal wirklich gute und reichhaltige Fruehstuecke gibt – die frischen Broetchen und dazu noch in der Vielfalt wie in Deutschland vermisse ich doch gewaltig!
    Dem Zitat von Astrid Lindgren kann ich nur voll und ganz zustimmen. Da haben wir unsere letzte Reise – die lange nach Klaifornien und zurueck – falsch geplant. Normalerweise versuchen wir immer, mindestens drei volle Tage an ein und demselben Ort zu sein. Das waren wir dieses Mal aber nicht, ausser in Kalifornien beim Besuch bei Marys Kindern. Auf der Rueckfahrt hatten wir dann zwar etwas Zeit fuer Besichtigungen, aber im Nachhinei geshen war es doch zu sehr Auspacken und dann kurz danach schon wieder einpacken. Wir haben uns vorgenommen. doch wieder zu der gewohnten Routine zurueckzukehren.
    Danke fuer den schoenen und prachtvoll bebilderten Reisebericht, und liebe Gruesse,
    Pit

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    1. Vielen lieben Dank Pit😊, das Frühstück war perfekt und da ich schon öfter in USA war, kann ich dich verstehen. Unser Brot und Brötchen sind schon sehr gut und lecker 😋. Bei einem Roadtrip drei Tage in einer Gegend zu bleiben, haben wir in Irland und Island gemacht und das war deutlich entspannter. Bei meiner Radtour hatte ich genug Zeit eingeplant und durch das Ebike abends trotzdem entspannt
      Liebe Grüße
      Andrea

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      1. Die beiden laengeren Reisen [Irland und Deutschland], die wir fuer das vergangenen Jahr geplant hatten und die wegen Covid leider ausfallen mussten, waren da auch besser konzipiert. Wir hoffen, dass wir sie im naechsten Jahr nahholen koennen.

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  3. Das Frühstück draußen vor einem Bäcker oder ähnlich genießen wir auch gern mal auf solchen Touren – da hast Du Recht, man kann so schön das Drumherum beobachten, den frühen Tag genießen und sich auf die bevorstehende Radelei freuen…
    Durch Kitzingen sind wir nachts einmal bei unserer Deutschlandtour 2014 gekommen, in der Gegend wollten wir abends eine Fähre nehmen, die dann schon Feierabend hatte – so blieb dann nichts weiter übrig als ein paar Zusatzkilometer und ein paar Hügel mehr 😉

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  4. Das sind alles schmucke Städtchen die ich noch nie auf dem Plan hatte. Manche kennt man vom hören und sagen und manche sind völlig unbekannt. Oberfranken oder Unterfranken war noch nie ein Ziel von mir ! Dies soll aber nichts heißen weil die Städtchen anscheinend sehr schön sein sollen wie du ja beschrieben hast. Ich denke es ist auch ein großer Unterschied ob man mit dem Auto solche besucht oder mit dem Fahrrad eine Tour unternimmt. Da sieht man doch einiges mehr und kann sich in aller Ruhe Sehenswürdigkeiten am Rande anschauen die einem mit dem Auto gar nicht auffallen.
    Die Unterkunft in einem ehemaligen Ziegenstall ist schon orginell und bekommt man sicherlich auch nicht alle Tage !
    Ist mal wieder ein sehr schöner Beitrag einer anscheinend schönen Radtour ! LG Manni

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    1. Danke Manni, das ging mir genauso und ich war froh über meine Wahl, den Main-Radweg zu fahren. Mit dem Auto hätte ich die Städte so auch nicht besucht, vielleicht noch eher mit dem Wohnmobil, aber das habe ich nicht. Für mich war dieser Tag herrlich und alles hat gepasst und die Vorfreude auf meine nächsten Tage wurde dadurch sogar größer. Ich wünsche dir einen schönen, sonnigen Dienstag
      LG Andrea

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  5. Das war ein richtig schöner, idyllische Trip! Einige der Orte kenne ich bzw. bin schon mal da gewesen. In Volkach haben wir (die Belegschaft) schon mal im Rahmen einer Tagung übernachtet. Marktbreit fiel mir beim Motorradfahren aus dem Augenwinkel auf und wir kehrten am nächsten Tag dorthin zurück. Deine Tour verläuft fast die ganze Zeit am Wasser entlang, das ist sicher sehr angenehm im Sommer.

    Liebe Grüße
    Kasia

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