„Sail away“ – St. Petersburg nach Helsinki

Hei! Tervetuloa Suomeen! Hallo! Willkommen in Finnland!

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Ungefähr 300 km waren es nur von Sankt Petersburg bis Helsinki und gespannt schaute ich früh am Morgen auf die Einfahrt in den Hafen. Das Wetter war sehr grau und der Wind extrem stark. Nach dem Frühstück verliessen wir bei leichtem Nieselregen mit starkem Wind das Schiff und gingen direkt zu den Hop On Hop Off Bussen. Wetterfest eingekleidet sollte uns der Regen heute leider standhaft begleiten

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Bevor wir das Schiff verliessen, fotografierte ich noch schnell die wichtige Ankunftszeit für uns am Abend. Gerade heute sollte das für uns noch sehr wichtig werden, aber davon berichte ich erst später

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Helsinki, auf Granit gebaut wie Stockholm, eine lebendige Stadt am Meer, mit wunderschönen Inseln und großen grünen Parks, der Rhythmus der Stadt meist sehr entspannt und erfrischend aktiv zugleich und besonders sehenswert das Gebäudeensemble auf dem zentralen Senatsplatz, weshalb Helsinki auch die Bezeichnung „weiße Stadt des Nordens“ trug, wollten wir entdecken und ich freute mich auf die finnische Hauptstadt

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Wir entschieden uns bei diesem Regen erst eine Runde mit dem Bus zu fahren und hofften, dass es später besser werden würde. Am HAM, Helsinki Art Museum, fuhren wir gleich als erstes vorbei

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Finnland ist eine echte Design-Nation. Einige der berühmtesten und am häufigsten imitierten Designer und Architekten kommen aus Finnland. Von Eero Aarnios Ball Chair als James Bonds Lieblingsstuhl bis hin zu Marimekkos Mohnblumen, getragen von Jackie O –Finnland ist seit Jahrzehnten ein führender Trendsetter

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Ein ungewöhnlich mutiges Design die Felsenkirche Temppeliaukio-Kirche, die wir später noch extra besuchten

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und der schöne Botanische Garten

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Schließlich stiegen wir am Senatsplatz aus, auch Senate Square, dem ältesten Teil der Stadt. Das Wahrzeichen Helsinkis, der Dom mit dem Alexander-II.-Denkmal beeindruckte uns gleich als erstes. Menschenleer war der Platz und bei Sonnenschein wäre der Platz sicher noch imposanter geworden

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Wenige Minuten Fußweg entfernt zum Hafen befand sich die orthodoxe Uspenski Kathedrale, die auf der Halbinsel Katajanokka stand

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Nachdem wir einige Fotos gemacht hatten, schlenderten wir zum Riesenrad und schauten auf das tolle Freibad am Meer mit verschiedenen Pools. Leider hatte ich meinen Badeanzug nicht in meinem Rucksack, sonst wäre ich hundertprozentig mit den Finnen schwimmen gegangen

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Die Finnen lieben Sauna und an jedem möglichen und unmöglichen Ort befindet sich eine Sauna, fast drei Millionen Saunen gibt es in Finnland, sowie auch eine bei diesem Riesenrad. Die linke Gondel in beige ist eine Sauna und kann gebucht werden

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Die Finnen lieben das extreme, sind hart im Nehmen, rösten sich ihre Würstchen bei minus 20 Grad im Freien und müssen 15 grammatische Fälle beherrschen. Wird ihnen die Einsamkeit zu viel, treffen sie sich abends zum Karaoke

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Helsinkis alte Markthalle Vanha kauppahalli verbreitete geradezu mediterranes Flair und die wohlige Wärme in der Halle tat uns gut. Der Feinschmeckertreff nahe dem Marktplatz Kauppatori stammte noch aus der Zarenzeit, wurde aber kurz vor der Jahrtausendwende komplett renoviert und erstrahlte wieder im warmen Licht der historischen Kugelleuchten. Auffällig waren die vielen Stände mit frischen Erbsen – das zuckersüße Gemüse kauen die Finnen gern wie Bonbons. Interessiert bestaunten wir Delikatessen wie Rentierschinken und Piroggen, Lachs in verschiedenen Variationen, Lakritze (die beste Lakritze der Welt) und Preiselbeermarmelade. Natürlich gab es auch frischen Fisch, Gemüse und Gebrauchsgegenstände wie geflochtene Spankörbe

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Die finnische Korvapuusti (Zimtschnecke), die beliebteste Gebäckart in Finnland, mußte ich unbedingt noch probieren, bevor wir uns wieder in das schlechte Wetter hinauswagten. Traditionell werden die Korvapuusti sonntags gebacken und heißen übrigens Ohrfeige, weil die Gebäckstücke nach dem Backen wie aufgeschwollene Ohren aussehen

Teig („Pullataikina“):

500 ml Milch
1 Würfel Frischehefe (50g)
180g  Zucker
1-2 TL Salz
1-2 TL Kardamom
1 Ei
200 g Butter
ca. 1 kg Weizenmehl (Erst etwas weniger, dann immer mehr dazugeben, bis der Teig nicht mehr klebt)

Füllung/Dekoration:

Butter
Zimt
Zucker (auch zur Abwechslung Farinzucker möglich)
1 Ei
Hagelzucker/normaler Zucker

Backen:

Bei 225° C (Umluft 205°C) etwa 10-15 min.

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Als nächstes fuhren wir mit dem Bus zum bekannten Sibelius Park um das bekannte Sibelius Monument zu besuchen, welches dem berühmten, finnischen Komponist Jean Sibelius gewidmet ist. Das riesige, orgelförmige Denkmal kann man inmitten des Parks bewundern

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Danach besuchten wir die bekannte Felsenkirche. Die runde Temppeliaukio-Kirche in Helsinki wurde direkt in den nackten Fels gehauen und zählt zu den architektonisch ungewöhnlichsten Kirchen der Welt

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Die Zeit verflog rasend schnell und mit dem letzten roten Bus wollten wir wieder zum Hafen fahren, aber wir warteten und warteten, kein Bus kam. Nervös schauten wir jede Minute auf die Uhr, denn wir wußten, dass wir pünktlich beim Schiff sein mussten. Endlich um 16:15 Uhr erschien ein Bus und fuhr uns zu unserem Schiff. Als vorletzte Passagiere erreichten wir die AIDAmar – Sail away

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27 Gedanken zu “„Sail away“ – St. Petersburg nach Helsinki

  1. Wirklich sehr schade das das mit dem Wetter nicht so geklappt hat. Sicherlich könnte man noch viel mehr in Helsinki erkunden aber wie du ja geschrieben hast, die Zeit drängt und das ganze steht dann doch unter dem Zeitplan solche Landausflüge. Glück gehabt mit dem Bus !!
    Völlig krass finde ich die Gondel mit der Sauna. Das kann man eigentlich gar nicht glauben ! Wie funktioniert das mit den Duschen ect ????
    Die Dame im Freibad gehört zu den ganz „harten“ !!! Schwimmt mit Kopfbedeckung ! Wieviel Grad hat das Wasser ? Das ist nun wirklich nichts für „Warmduscher“ wie mich !!!
    Danke Andrea für diese Eindrücke der Stadt Helsinki !!! LG Manni

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    1. Danke Manni, das Wetter hat den Tag bestimmt und trotzdem hatten wir ein paar schöne Erlebnisse. Das Freibad war schon cool und gerne wäre ich eine Runde schwimmen gegangen. Laut Anzeige hatte es 27 Grad, allerdings gab es ganz rechts ein Becken mit Ostsee Wasser für die ganz harten Finnen. Wie das mit der Sauna im Riesenrad funktioniert weiß ich nicht genau, aber die Sauna dort, fand ich schon speziell
      LG Andrea

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      1. 27 Grad das ist ja toll und ja da wäre ich auch rein !!! Das Becken mit Ostseewasser oh je niemals ! Das ist was für finnische Kampfschwimmer und nicht für Weicheier aus dem Schwabenland !!!!
        Das mit der Sauna interessiert mich und muss ich mal auf Google schauen bei Gelegenheit !!! Schönes Wochenende Andrea !!!! lg Manni

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  2. Also erstmal hab ich jetzt richtig Hunger bekommen, vielen Dank auch 😉 Die bilder sind klasse, trotz des miesen Wetters. Und Finnland bzw. Skandinavien steht auch ziemlich weit oben auf meiner Liste, ich liebe des Norden!! Auf jeden Fall machen Deine Bilder Appetit auf mehr!!

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  3. Da hast du ja tolle Bilder mitgebracht. Und das mit den harten Finnen habe ich auch schon oft gemerkt, nur wusste ich nicht, dass sie 15 Fälle beherrschen müssen. Mir hat aber mal eine Finnin erzählt, dass der Satz „Ich liebe dich“ so schwer sei, dass die Männer ihn nur einmal im Leben zu ihren Frauen sagen. Hm, ob das wohl ein Fake war`? Auf jeden Fall muss es trotz des Wetters eine schöne Reise gewesen sein. Liebe Grüße

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  4. Tolle Eindrücke! Lustig, dass selbst ein Riesenrad eine Saunakabine dort beherbergt. Wäre ich nie im Leben auf die Idee gekommen, dass es sowas geben könnte. 😀

    Die Saunaliebe kann ich persönlich zwar so gar nicht teilen, aber so hoch im Norden und im Winter ist das sicherlich für viele unverzichtbar.

    Ganz liebe Grüße!

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