Góða ferð – Halbinsel Reykjanes – Island 2017

Wir sind in Island. Mitten in der Nacht ist unser Flieger in Keflavik gelandet. Ohne lang zu warten, können wir bei Hertz direkt am Flughafen unseren SUV KIA Sportage abholen. Obwohl es hier noch sehr hell ist, sehen wir nicht viel von der Landschaft. Zur Sicherheit und damit wir auch schnell ein Bett bekommen, habe ich ein Zimmer in Alex Guesthouse in Keflavik gebucht. Es ist ein einfaches Zimmer, aber für eine kurze Nacht völlig ausreichend. Ein Frühstück ist inklusive und so können wir gut gestärkt mit unserem Roadtrip beginnen. Unser erstes Ziel ist die „Bridge between continents American-Europe“ auf der Reykjanes-Halbinsel. Mit ein paar Schritten können wir von der Eurasischen Platte zur Nordamerikanischen Platte laufen

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Das Geothermalgebiet Gunnuhver Islands größte Schlammquelle sehen wir schon von weitem. Island ist voller Mythen und Sagen und auch zu dieser Schlammquelle gibt es eine Erklärung: Der Name des Hochtemperaturgebietes Gunnuhver steht in Verbindung mit der Sage um ein Gespenst namens Gunna (eigentlich Guðrún). Dieses Gespenst trieb im 18. Jahrhundert sein Unwesen bis es schließlich dem Pfarrer Eiríkur Magnússon mit einem Trick gelang den Geist in die heiße Quelle zu bannen. Überall dampft, raucht und zischt es. Leider regnet es immer heftiger und der Wind ist auch sehr heftig. Irgendwie sind wir noch nicht so ganz auf die Wetterbedingungen auf Island eingestellt, denn unsere Regensachen liegen hinten im Koffer gut verstaut. Die Regenjacken ziehen wir an und versuchen im Regen mit heftigem Wind ein paar Fotos von dieser einzigartigen Natur zu machen. Nach wenigen Metern schon sind wir komplett nass. Die Landschaft begeistert mich trotz Regen. Die Naturgewalten sind so mächtig und irgendwie versuche ich diesen Eindruck mit meiner Kompaktkamera festzuhalten

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Von Instagram Fotos hatte ich ein Bild im Kopf vom Brimketill Lava rock Pool direkt am Meer, aber leider ist das Meer an diesem Tag so stürmisch, dass ich den Pool garnicht richtig erkennen kann. Die Vorstellung ich könnte dort direkt am Meer schwimmen bleibt also eine Illusion. Der erste Tag auf Island könnte nicht schlechter starten. Vielleicht ist ja der Troll – Oddny the night Troll – schuld dran

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Von Grindavik geht eine Schotterstrasse zum Leuchtturm Hopsnesviti. Wir wollen uns den Schiffsfriedhof und den Leuchtturm anschauen. Kurz vor dem Leuchtturm sehen wir mehrere Schiffswracks. Irgendwie beunruhigend weit von der Küste entfernt, liegen mehrere Schiffsteile verstreut. Auf dem schwarzen Lavaboden heben sich die großen, verrosteten Teile besonders ab und der orange Leuchtturm leuchtet schon von weitem

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Heisse Quellen, viel Dampft, Schwefelgeruch und ein Farbenspiel der Natur erwartet uns im Geothermalgebiet Krýsuvík. Dieses Gebiet ist das Ergebnis einer Vulkaneruption, die im Mittelalter, vermutlich im Jahr 1188 stattfand. Der letzte Ausbruch fand in dieser Gegend im 14. Jahrhundert statt. Aktiv ist Krýsuvík auch heute noch. Indiz dafür sind die Rauchsäulen, die schon aus der Ferne sichtbar sind. Zwischen Mai und November des Jahres 2009 hob sich das Gebiet um ganze 3 cm, was nach wie vor auf geothermale Aktivität hindeutet. Deshalb findet man in diesem Gebiet auch Messinstrumente, die nicht nur Beben registrieren, sondern auch das Heben und das Absenken der Erdschichten dokumentieren. Der Regen ist auch hier noch sehr heftig, aber diesmal ziehe ich meine Regenhose an und wetterfest gehe ich den kleinen Rundweg. Einen Vorteil hat der starke Wind, der starke Schwefelgeruch ist dadurch nicht so intensiv. Irgendwie verrückt, bei diesem Wetter würde mich zu hause keiner aus dem Haus bringen und hier springe ich begeistert bei starkem Regen zwischen stinkenden und zischenden heißen Quellen herum. Leider bekomme ich nicht alle Bilder ohne Wassertropfen hin. Im Wechsel Objektiv putzen – Foto machen, versuche ich das Beste

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Auf der Fahrt zur Strandarkirkja hat sich der Regen endlich ein bisschen beruhigt und so kann ich die schöne Kirche mir besser anschauen. Es geht sogar ohne Regenhose. Wunderschön steht die Kirche von 1888 direkt an der Küste und die Lupinen blühen hier besonders schön

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In Selfoss fahren wir direkt zu unserem Appartement „Guesthouse Garun“. Total durchgefroren freue ich mich auf einen heißen Tee und ein Bad im Hot Tub. Solange der Pool sich füllt und das dauert eine Stunde, gehen wir beim Netto in Selfoss ein paar Lebensmittel für Abendessen und Frühstück einkaufen. Am nächsten Tag wollen wir den Golden Circle machen und hoffen, dass das Wetter dafür besser wird

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9 Gedanken zu “Góða ferð – Halbinsel Reykjanes – Island 2017

  1. Egal, welches Wetter dich auch in Island begleitet, es ist so ein atemberaubendes Land! Das Bild mit den Blüten vor der Strandkirka ist total schön! Wir mussten im Winter fast hinkriechen 😀 Weil es so gestürmt hat! Viel Spaß noch!

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  2. Wieder ein grandioser Beitrag ! Man ist es ja gewöhnt von den Berichten aus Irland ! Warum soll es hier anders sein ? Denke schon dass dies Natur pur ist und man tolle Erlebnisse in Eindrücke hier in „Hülle und Fülle“ findet. Das Wetter hätte natürlich besser sein können aber vielleicht wird es ja noch was ! Danke für den Beitrag !!!!
    Ps: Die Schiffswrack sind der Hammer – das würde mich auch interessieren !!!

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