“Cead mile failte” – Bushmills bis Derry (Londonderry) – Irland 2016

Mein erstes irisches Frühstück, Besichtigung der Old-Bushmills-Distillery, eine Whiskeybrennerei in Nordirland, Dunluce Castle, the White Rocks mit dem schönsten Sandstrand Irlands, die Stadt Coleraine, Mussenden Temple, Magilligan Point mit Fähre nach Greencastle, Inishowen Head mit dem Leuchtturm „Inishowen Point Lighthouse“ und mein Lieblingsstrand, Norrhburg Castle in Greencastle und zum Schluss Stadtbesichtigung von Derry (Londonderry). Viele Eindrücke für einen Tag, der leider wettertechnisch typisch Irisch begann, es nieselte. Mein bestes irisches Frühstück „Full irish breakfast“ bekam ich in der B&B „Causeway Lodge“.  Es bestand aus Rashers (Speck) und Black Pudding (Blutwurst) sowie irische Schweins-Würstchen, dazu Eier, als Rühr- oder Spiegelei, Bratkartoffeln, Pilze wie Champignons, gebratene Tomaten sowie Toast, irischen Schwarztee, Orangensaft und Obst

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So gestärkt fuhren wir zu unserem ersten Highlight die „Old Bushmills Distillery“. Die Old-Bushmills-Brennerei ist eine Whiskeybrennerei in Nordirland. Sie ist eine der ältesten Whiskeybrennereien der Welt mit einer mehr als 400-jährigen Tradition. In den alten Backsteinhallen mit den zwei Pagodentürmen versteckten sich modernste Techniken zur Herstellung dieses edlen Getränks. Wir machten eine sehr interessante Führung mit (die ich sehr empfehlen kann), erfuhren dabei einiges über Geschichte und Herstellung von Whiskey und bekamen zum Schluß noch die Möglichkeit drei verschiedene Whiskeyjahrgänge zu probieren

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Unsere Fahrt ging danach an der Küste weiter Richtung Dunluce Castle, eine irische Burgruine und zu den White Rocks mit dem schönsten Sandstrand Irlands. Eigentlich war da eine Badeauszeit eingeplant, aber leider war das Wetter immernoch sehr trüb und meine Stimmung sank da schon ein bisschen nach unten. Trotzdem machten wir bei Nieselregen einen kleinen Spaziergang am Strand entlang

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Weiter ging es über die Stadt Coleraine zum Mussenden Temple, den wir leider auch streichen mussten. Das Irische Wetter hatte den Regen fest im Griff. Wir entschieden uns weiterzufahren

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Am Magilligan Point fuhren wir mit der Autofähre nach Greencastle und zuerst nach Inishowen Head. Geplant war nur den Leuchtturm anzuschauen, aber je weiter wir diese wunderschöne Landschaft erkundeten umso schöner wurden die Farben. Die riesigen Fuchsienbüsche mit ihren großen roten Blüten leuchteten um die Wette mit dem herrlichen Grün der Graslandschaften Irlands und am Ende der Blick zum schwarz weiß gestreiften Inishowen Point Lighthouse am einsamen Stroove Strand. Die Stimmung dieser Landschaft war überwältigend und trotz Kälte, nahm ich meine Badesachen. Das Meer war klar, kalt und einfach herrlich, sogar eine andere Familie mit Kinder ließ sich nicht vom Wetter abhalten und ging baden

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Ein bisschen ausgekühlt, aber überglücklich ging unsere Fahrt weiter. Über Greencastle mit der Efeu überwachsenen Burgruine Norrhburg Castle fuhren wir nach Derry (Londonderry) zu unserer Unterkunft Abbey B&B

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„1969 errichteten die Bewohner der Bogside Barrikaden um ihr Viertel und erklärten es zum Free Derry, zum freien Derry. Als trauriger Höhepunkt der Troubles gilt der 30. Januar 1972. An jenem Sonntag, der als Bloody Sunday Eingang in die Geschichtsbücher finden sollte, erschossen bei einer friedlichen Demonstration britische Fallschirmjäger 13 unbewaffnete Katholiken. Ein folgenschweres Ereignis, das Straßenschlachten und Bombenanschläge in ganz Nordirland zur Folge hatte und die IRA zu neuem Leben erweckte. Viele, viele Tote, unzählige Schießereien und Bombenattentate, aber auch Hausdurchsuchungen und eine Welle von Verhaftungen brachten Londonderry fortan eine traurige Berühmtheit ein. Gewalt, Angst und Hass dominierten den Alltag am River Foyle bis 1998. Glücklicherweise gehört dies der Vergangenheit an. Denn nach langwierigen und zähen Verhandlungen konnte in den Ostertagen jenes Jahres das „Karfreitagsabkommen“ unterzeichnet werden, das eine dauerhafte Deeskalation, die Entwaffnung aller Terrororganisationen in Nordirland sowie eine weitgehende Selbstbestimmung des Landes umfasst. Die 70.000 Einwohner zählende Stadt hat neben dem langen Schatten einer bewegten Vergangenheit besonders innerhalb der Stadtmauer und in der nahe gelegenen Bogside einiges zu bieten. Das legendäre Arbeiterviertel mit der markanten Mauer mit der Aufschrift You are entering Free Derry besticht durch riesige beeindruckende Wandmalereien, Murals genannt. Und auch die gewaltigen und inzwischen verwaisten Wachtürme der britischen Besatzer, insbesondere das im Jahre 1789 im Stile eines Triumphbogens errichteten Bishop’s Gate, sind mahnende Zeugen der unrühmlichen Vergangenheit Derrys“

http://irish-net.de/Irland-Karte/County-Derry–Londonderry-in-Irland/

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Nachdenklich von den Informationen über den „Bloody Sunday“, über die Gewalt, Angst und Hass dominierende Zeit, die fast 30 Jahre ausmachte und in den eindringlichen sehr authentischen Malereien von den Künstlern Tom und William Kelly den blutigen langen Konflikt zwischen republikanischen Katholiken und protestantischen Unionisten uns näher brachte, gingen wir anschließend die 1,5 Kilometer lange begehbare Stadtmauer aus dem 17. Jahrhundert um die historische Altstadt

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Die Peace Bridge, die seit 2011 für den Frieden in der Stadt steht, war unser Abschluss für diesen erreignisreichen Tag

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9 Gedanken zu ““Cead mile failte” – Bushmills bis Derry (Londonderry) – Irland 2016

  1. da sind wirklich super Aufnahmen dabei ! mir gefallen die Wandmalereien und die Fotos von der Küste und eines mit dem herrlichen Strand. Mit dem Frühstück konnte ich wirklich gar nichts anfangen ! Das wäre wirklich nicht mein Geschmack , aber darüber lässt sich natürlich „streiten“ ! Ein gelungener Beitrag ist es allemal !!!!

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