72 Stunden Marokko faszinierten und verzauberten mich und ließen mich eintauchen in Geschichten aus 1001 Nacht. Die Magie des Orients war in jeder Ecke zu spüren. Die Flüge über Barcelona waren schnell gebucht und das Abenteuer konnte beginnen. In der drittgrößten Stadt Fez hatte ich ein Zimmer im internationalen Hotel Barceló Fès Medina. Fès oder Fez ist die älteste der vier Königsstädte des Landes und die Medina von Fès zählt zu den faszinierendsten und ältesten weltweit. Neben den prächtigen Moscheen und Medersen begeistert die Altstadt durch ihre labyrinthartigen Gassen, welche nur Esel und Maultiere als Transportmittel erlauben. Bevor ich mir aber Fez und die wunderschöne Medina in Fez anschaute, machte ich einen geführten Ausflug nach Chefchaouen, ein malerisches Städtchen am Rifgebirge. Am Hotel holte mich Moustafa mit seinem Auto ab und fuhr auf den vollen Straßen von Fez auf die ruhigeren Hauptstraßen nach Chefchaouen. Bis zu unserem Ziel fuhren wir ungefähr drei Stunden durch eine Hügellandschaft mit viel Landwirtschaft und grasenden Tieren. Besonders spektakulär war bei einem kurzen Stopp der Blick auf den Sidi Chahed Stausee

P1210333

P1210459

Chefchaouen war bekannt als die blaue Stadt in den grünen Bergen, die der Stadt den Namen gaben: „Die zwei Hörner“ heißt Chefchaouen in der Sprache der Berber. Ende des 15. Jahrhunderts kamen viele aus Andalusien vertriebene Muslime nach Chefchaouen. Ihnen verdankte die Stadt die Bauweise der verwinkelten Gassen und der weiß und blau gestrichenen Mauern. Über Jahrhunderte galt Chefchaouen als heilige Stadt. Bis 1920 blieb sie für Nichtmuslime gesperrt

P1210629P1220160P1220182P1220188

Mustafa, mein Fahrer parkte sein Auto am Stadtrand und vermittelte mir einen einheimischen Führer, der mich überall herumführte. Die Medina betrat ich durch ein Stadttor, denn mit ihren engen verwinkelten Gassen und Sträßchen war die Medina mit dem Auto nicht befahrbar, dafür sah ich einige Esel, die ihre Lasten durch die Stadt trugen. Im kräftigen Sonnenlicht wetteiferten Himmel und Gassen um das kräftigste Blau, blau in allen Farbtönen: Die knallige Mauerfarbe, so sagen die Einheimischen von Chefchaouen, hilft gegen den bösen Blick – zugleich aber verlieh sie der Stadt in Marokkos Norden ein ganz besonderes Flair

P1210677P1210683P1210690

P1220131P1220130P1220104P1220094P1220087P1220081P1220056P1220046P1220024P1220022P1220012P1220006P1210988P1210956P1210955P1210947P1210945

Natürlich hatte ich auch die Möglichkeit bei einem Teppichhersteller hereinzuschauen und einen schönen großen Webstuhl in Aktion zu sehen. Die Teppiche sahen wunderschön aus

P1210905P1210907P1210909P1210918

Anfang Juli war es um die Mittagszeit schon sehr heiß, sodaß die Stadt ruhig und fast menschenleer war. Im Schatten an den Hauswänden entlang versuchte ich die vielen verschiedenen Blautöne zu fotografieren. Mein Spaziergang durch die Altstadt endete nach zwei Stunden. Froh wieder im klimatisierten Auto zu sitzen, fuhr Moustafa wieder nach Fès. Auf der Fahrt zum Hotel hielt er noch mittendrin in Fès beim prunkvollen Königspalast an. Wie er von innen aussieht möchten zwar viele wissen, aber drin war noch niemand. Die Sommerresidenz von König Mohamed VI. bleibt wie auch die vielen anderen Paläste ein Geheimnis

P1220198P1220217

 

 

 

 

 

Advertisements

9 Gedanken zu “Marokko – 72 Stunden 1001 Nacht

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s